So 20 Mai 2007
19. Mai 2007
Zum Glück hab ich auf unserer Fahrt zum Campingplatz quer durch Malmö aus dem Augenwinkel den grosszügigen Parkplatz in unmittelbarer Nähe zum Zentrum gerade noch rechtzeitig entdeckt! Thomi dreht an der nächsten Kreuzung und wir versuchen, die Einfahrt wiederzufinden während das GPS uns zuerst verzweifelt auffordert abzubiegen und dann den entgültigen Satz „Drehen Sie wenn möglich um“ von sich gibt. Nein, wir drehen nicht um! Endlich stimmt mal wieder das Wetter, auch der Wind hat nachgelassen und Malmö ist laut Reiseführer wirklich ein Abstecher wert und unser erster Augenschein bestätigt diesen Hinweis. Und wo findet man schon mitten in der Stadt einen bequemen Parkplatz für einen Camper?
Nach mehr als 3 Stunden Fahrt tut ein wenig Bewegung auch unseren Jungs gut und so machen wir uns auf Richtung Stortorget, dem Hauptplatz der Innenstadt. Hier noch die kleine Anmerkung: Wenn sich ein Utensil gelohnt hat, es mitzunehmen, war es dasjenige, was zuerst fast zuhause blieb: Unser alter Buggy - das Verdeck ist von unsensiblen Kofferbeladern der verschiedenen Flughäfen schon ziemlich demoliert- ist bei Noel plötzlich wieder beliebt und macht Sightseeing, im Gegensatz wenn Familie Lauener mit den Fahrrädern unterwegs ist, zu einer richtig entspannenden Angelegenheit!!
Malmö ist die drittgrösste Stadt Schwedens und seit dem Bau der Brücke über den Öresund scheint sie im Bezug auf den Handel und auch was die kulturellen Aktivitäten anbetrifft Stockholm und Göteborg den Rang abzulaufen. Die beiden Städte Kopenhagen und Malmö sind dadurch noch enger zusammengewachsen, was sie traditionell aufgrund der gemeinsamen dänischen Geschichte sowieso schon sind. Und Malmö und mit ihr die südlichste Provinz Schwedens, Skane, fühlen sich mehr zu Mitteleuropa gehörend und weniger verbunden mit Stockholm oder dem Rest Schwedens.
Durch das Zentrum der Stadt verlaufen viele Kanäle und an einem sonnigen Tag wie heute scheint Malmö die Gelegenheit zu nutzen, mit Kanus und Pedalos herumzupaddeln.
Nachdem wir eine kleine Auswahl der Sehenswürdigkeiten bestaunt haben (siehe Fotos) möchten wir noch einen kleinen Spaziergang durch den Stadtpark machen. Erst als wir vor dem Eingangstor stehen, stellen wir fest, dass das ja der Friedhof der Stadt ist! Und so tauchen wir ein in die Vergangenheit der Stadt, denn hier liegen Personen, die teilweise vor 200 Jahren in Malmö gewohnt haben. Und wir erfahren aufgrund der Namen, dass viele Familien mit deutschen Wurzeln in Malmö beheimatet waren.
Und dann finden wir doch noch die richtige Ecke und streifen durch die grüne Lunge Malmö’s. Die Anlage ist äusserst gepflegt und wunderschön und… sehr bewohnt! Zuerst entdecken wir sie nur einzeln und plötzlich sehen wir ganze Gruppen grasend auf den Grünflächen: Nils Holgersson’s Gänse sind überall!! Unsere Jungs sind ganz fasziniert – solche Wildgänse gibts am Zürichsee selten zu bestaunen – und was noch besser ist, sind die vielen Federn, die man auf der Wiese findet! Beim anschliessenden Kaffeetrinken im malerischen Schlossgarten der Anlage stellen wir dann fest: das Federvieh hier ist richtig frech! Ein Entenpärchen umrundet unseren Tisch und das Weibchen reckt bei den Kindern den Hals – das stellt selbst unsere Mandra in den Schatten - und Noel lässt prompt vor Schreck die Hefeschnecke fallen!
Bei der anschliessenden Rückkehr zum Auto werden wir noch Zeugen des ersten Familien – oder Sippenausflugs einer Gänsegemeinde quer über die Hauptstrasse und auch hier wie in Zürich, wenn die Enteneltern ihren Kindern Verkehrsunterricht an der Bellerivestrasse erteilen, bleiben die Autos stehen oder umrunden den Trupp: Vorne Vater-Gans dazwischen Küken zum Schluss die Mutter-Gans – es ist eigentlich fast wie bei uns meint Thomi, ausser dass unser Gänsemarsch, was die Mitte betrifft leider selten so gesittet daherkommt (was machen also die Gänse besser als wir????).
Auf dem Weg zum Campingplatz sehen wir dann zum ersten Mal die grosse Öresundbrücke, über die wir morgen nach Kopenhagen fahren werden. Wir sind neugierig darauf, wie es ist, so viele Kilometer auf einer Brücke über dem Meer zurückzulegen . Der Blick zur Brücke bis in den Horizont ist in der Abendsonne wirklich einmalig und beim Entlangfahren an Malmö’s Küste stellen wir fest: Hier lässt sich’s wirklich leben, diese Stadt mit ihrer internationalen Ausstrahlung und der Nähe zum Wasser gefällt uns sehr.
Der Campingplatz dann hat weniger globale Öffnungszeiten und schliesst in der Vorsaison am Sonntag bereits um 16.00 Uhr. Aber auch hier treffen wir auf sehr hilfbereite Schweden. Die Receptionistin versichert nach meinem Telefonanruf auf der am Schild angebrachten Nummer, in einer Stunde nochmals vorbeizuschauen und uns noch hereinzulassen. Und den Platz neben dem Spielplatz kriegen wir auch und so beschliessen wir unseren letzten Abend in Schweden. Heute gibt’s übrigens Fisch – nein leider nicht den Selbstgefangenen aber die Fischstäbchen, die wir für den Fall, dass es mal spät wird und dann schnell gehen muss, im Gefrierfach bereit liegen.
September 29th, 2007 at 19:41
Digital Glamour Modeling…
hey great stuff…